Der Blick in den Spiegel

Mai 25, 2020

Der Blick in den Spiegel

 

Wie oft am Tag gehen wir an einem Spiegel vorbei und schauen kurz hinein, lächeln uns zu oder auch nicht. Manchmal bleiben wir kurz stehen, sind zufrieden über unser Aussehen und gehen einfach weiter. Aber manchmal, sogar mehrmals am Tag schauen wir genauer hin und es gefällt uns gar nicht, was wir da sehen – der Bauch ist zu groß, die Haare zu dünn, die Falten werden mehr oder sonst irgend ein Schönheitsfehler stört uns. Immer wieder schauen wir, kritisieren an uns herum und sind unzufrieden. Doch nur, indem wir uns frustriert in den Spiegel schauen ändert sich gar nichts.

Nimm dir mal die  Zeit und betrachte dich länger

Frage dich, ob du das was du siehst, DICH, so annehmen kannst, wie du jetzt bist? Einfach nur mal für den Moment. Denn du hast nur drei Möglichkeiten damit umzugehen – weiter Selbstkritik üben, es annehmen oder etwas verändern.

Du kannst natürlich so weiter machen, weiter jammern, dich als Opfer der Umstände halten, unzufrieden sein, dich schlecht dabei fühlen und dir dein Leben damit vermiesen.

Du kannst dich aber auch so annehmen wie du bist, vollkommen zu dir stehen mit allem was zu dir gehört und in Frieden mit dir sein.

Doch du kannst dich auch entschließen etwas zu ändern, wirklich etwas tun. Wenn du zum Beispiel mit deiner Figur unglücklich bist, kannst du mehr Bewegung machen und deine Essgewohnheiten umstellen. Dann gefällt dir deine Figur wieder und du fühlst dich körperlich wohler. Deine Kleidergröße schrumpft um zwei Nummern und du darfst dich zur Belohnung neu einkleiden.

Doch manches, wie zum Beispiel deine Lachfalten um die Augen, kannst du nicht weg zaubern.

Du kannst deine Einstellung und deine Sichtweise ändern

Denn genau um das gehts, in vielen Angelegenheiten, nicht nur bei unserem Aussehen. Frage dich mal, was dich an deinen Falten, deiner schiefen Nase oder einem anderen Makel so unglücklich macht. Ist es dein Ego das dir pausenlos einsagt, dass du, so wie du bist, nicht dem Idealbild entsprichst? Oder bist du mit ein paar Falten mehr, weniger liebenswert? Mach mal einen Test und frage die Menschen die dir am nächsten sind, wie sie dieses „Problem“ sehen. Du wirst erstaunt sein wenn sie sagen: „Was meinst du? Nein ich sehe das nicht, ist mir noch nicht aufgefallen.“ Diese Antworten lassen uns dann vielleicht mal darüber nachdenken wie stark unser Fokus auf diesen einen Punkt gerichtet ist. Denn je mehr unsere Aufmerksamkeit dorthin gewandt ist, desto mehr verstärkt es sich in unserer Wahrnehmung. Und nur vom betrachten wird es sicher nicht weniger. Du hast wahrscheinlich schon davon gehört, das alles, auf das man seine Energie richtet, verstärkt wird. Wir richten unseren Fokus auf 10% von uns, 90% blenden wir einfach vollkommen aus.

Du siehst gar nicht was sich an oder in dir Wunderbares verbirgt

Weil du es mit diesem Blickwinkel gar nicht sehen kannst. Und genauso wie wir mit unserem Äußeren umgehen, gehen wir auch mit unserem Inneren um. Wir kritisieren uns selbst und machen uns fertig, mit unseren hohen Ansprüchen an uns selbst. Mach mal einen Schritt zur Seite, einmal nach rechts und links, nach vor und zurück, blinzle ein paar Mal und nimm den Rest von dir wahr. Hallo DU –  siehst du was an und in dir noch für Schätze verborgen sind?

Schau doch mal genau hin, sehe dich in deiner Einzigartigkeit. Schaue einen Blick tiefer in den Spiegel, in dich hinein, was kannst du erkennen? Vielleicht ein Strahlen in deinen Augen, ein spitzbübisches Lächeln in deinen Mundwinkeln oder eine aufrechte Haltung? Und wenn du es wagst noch tiefer zu blicken – erkennst du dann ein liebevolles Herz, eine kraftvolle Hand die immer gleich zupackt oder ein kluges Köpfchen das sofort alles versteht? Betrachte dich mit deinem Herzen, so als würdest du ein Baby in seiner Reinheit vor dir sehen.

Denn natürlich geht es nicht nur um unser Äußeres

Unsere wahren Schätze sind IN uns verborgen. Hast du schon Bekanntschaft mit ihnen gemacht oder gehst du mit deinen inneren Schätzen auch so um wie mit deinem Äußeren? Fokussiert du dich auf deine Ungeduld, deine unzureichenden Kochkünste oder deine Sturheit? Bist du deshalb deiner Meinung nach nicht perfekt? Auch hier gilt es unseren Fokus neu auszurichten. Leider ist es meistens so, dass wir unseren Stärken nicht diese ungeteilte Aufmerksamkeit schenken. Diese Sucht nach Vollkommenheit macht uns manipulierbar und verletzlich. Bei jeder vermeintlichen Kritik fühlen wir uns angegriffen und sind gekränkt. Und natürlich glauben wir, uns sofort verändern zu müssen. Nein müssen wir gar nicht!

Das Einzige was wir „müssen“ ist, unseren wahren Wert zu erkennen

Dann können wir auch mit der Meinung der Anderen viel besser umgehen. Dann ist es uns möglich „die Sache“ neutral zu betrachten. Wir schauen, fühlen in uns hinein ob uns das wirklich betrifft und können wieder etwas über uns lernen. Oder es geht einfach an uns vorüber, es trifft uns nicht. Wie zufriedener wären wir, wenn wir es lernen würden, den leuchtenden Scheinwerfer auf unsere inneren Schätze zu richten! Dann würdest du sehen wie einzigartig du mit all deinen Facetten bist. Niemand ist genauso wie du! Genau so wie du bist, sollst du sein. So wurdest du erschaffen. Und das kann doch nicht falsch sein, oder?

Das Leben kann so wunderbar sein und wir können so blind sein

Dieses Leben –  das bist du! Diese Blindheit, diese einseitige Sichtweise, dieser eingeschränkte Blickwinkel lassen uns unsere Schönheit, das Wunder das wir sind, einfach nicht sehen. Doch all das ist da, in uns, war immer schon da. Nur brauchen wir manchmal sehr lange, bis wir lernen unsere innere Schönheit wahrzunehmen.  Es ist wirklich ein Prozess, unseren eingerosteten Blickwinkel Zentimenter für Zentimeter zu verändern. Denn zu allererst stößt man auf den lieben Widerstand der sagt:“ Ach nein, bis jetzt konnte ich es nicht sehen. Was sollte anders sein wenn ich mich umdrehe „? Dann flüstert dir noch das Ego zu:“ Recht hast du, lass dir nur nichts einreden, nur nichts verändern. Das ist viel zu mühsam“.

Tja so kann es gehen, bis wir vor lauter Blindheit an die Wand rennen, auweh schreien und trotzdem noch mal dagegen rennen. Statt dass man sich umdreht und die andere Richtung probiert.

Aber ich kann dir sagen, probiere es aus

Es lohnt sich. Du wirst Neues entdecken, staunen und dich wundern. Und irgendwann wirst du dich fragen, wie du all die Schönheit nicht sehen konntest. Erweitere deinen Fokus, richte deinen veränderten Blickwinkel in Liebe auf dich – in deiner Ganzheit. Wenn du es geschafft hast, dich mit ALL deinen Facetten, aus dem Herzen zu betrachten, dann schließt du Frieden mit dir.

Dein Gewinn ist Freiheit von jeglichen Zwängen und Freude am Leben.

Du  schaffst  es!    Annemarie

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